Energiewende und Stromerzeugung mittels Photovoltaik leiden an einem Problem: Strom zu Hauf um die Mittagszeit, zu wenig bei Bewölkung, am Abend sowie am Morgen und keinen in der Nacht. Doch dieses Problem ist lösbar, wenn man die Kraftwerke in den Orbit der Erde (oder des Mondes) verlagert. Dort steht die Sonne als unerschöpfliche Energiequelle ständig zur Verfügung:

Im sonnensynchronen Orbit ist immer Tag und es gibt niemals Wolken. Pro Quadratmeter stehen permanent 1360 Watt zur Verfügung! Um den gesamten gegenwärtigen Strombedarf Deutschlands zu decken, benötigte man also lediglich eine Solarzellenfläche von ca. ~60 Quadratkilometern aus hocheffizienten Solarzellen. Diese kann man beliebig auf entsprechend große Satelliten aufteilen, deren riesige Solarpanels das Sonnenlicht in Strom umwandeln und die Energie als Microwellen zur Erde senden. Empfangsstationen könnten in Nord- und Ostsee oder der Sahara gebaut werden.

An Solar-Strom aus dem Weltraum wird bereits gearbeitet – doch leider nicht bei uns! Deutschland als Land der Denker und Entwickler sollte dieses Feld jedoch keinesfalls anderen überlassen. Solarkraftwerk im WeltraumDenn orbitale Solarkraftwerke sind keine Utopie mehr: In den USA arbeitet die Pacific Gas & Electric zusammen mit privaten Raumfahrtunternehmen an einem Pilotprojekt, Kalifornien ab 2016 mit 200MW Strom aus dem Orbit zu versorgen. Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA wurde - im übrigen bereits lange vor Fukushima – durch die japanische Regierung beauftragt, ab 2020 ein orbitales Solarkraftwerk mit 1000MW Leistung zu errichten (das entspricht etwa einem Atomkraftwerk)!

Zwar wären die Anfangsinvestitionen gewaltig. Aber Deutschland und Europa verfügen bereits heute mit zahlreichen Standorten und Fachpersonal für die Entwicklung und Produktion von Raumfahrttechnologie über alle Voraussetzungen für eine solches Großprojekt. Entsprechende Trägersysteme für die Orbitalinstallation der Solarsatelliten stehen mit den europäischen Raketen (Ariane, Soyuz, Vega) einsatzbereit zur Verfügung. Was fehlt, ist ein nationales oder europäisches Raumfahrt-Großprojekt zum Bau solcher Kraftwerke. Dessen gewaltiger Umfang könnte im übrigen ganz nebenbei einige unserer anderen Probleme gleich mit lösen: Wirtschaftswachstum, echte Belebung des Arbeitsmarktes, Innovationen in Forschung und Industrie, Motivation für die Jugend und eine wirkliche Energiewende in allen Bereichen des Lebens. Mit einem entsprechendem Regierungsprogramm könnte Deutschland auf diesem absolutem Neuland zum "Energieweltmeister" werden.

Orbitale Solarkraftwerke wären eine einmalige Investition, der Strom immer verfügbar, die Wartungskosten gering und die Erzeugung ungefährlich! Unerschöpfliche preiswerte solare Energie für weniger als 10ct/kWh!

 

Detlef Köhler

ps: Link zum Vorschlag im Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin
https://www.dialog-ueber-deutschland.de/ql?cms_idIdea=13998

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